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SOS-Kinderdorf
Manchmal ist es gar nicht so einfach, wenn neue Kinder in eine bestehende SOS-Kinderdorffamilie aufgenommen werden. Das hat SOS-Kinderdorfmutter Lupita aus dem SOS-Kinderdorf Mexico City erfahren, als zu ihren sechs SOS-Kindern noch die drei Brüder Judad, Giovany und Julio einzogen. „Die drei haben unser eingespieltes Leben noch einmal ganz schön auf den Kopf gestellt, da habe ich dann doch mal ab und zu meine Grenzen gespürt“, erinnert sich Lupita. „Doch heute sind meine neun Jungs und ich ein tolles Team.“Neun Jahre alt war der kleine Judad, als er gemeinsam mit seinen beiden Brüdern Julio und Giovani ins SOS-Kinderdorf Mexico City kam. Liebevoll wurden die drei Brüder von SOS-Kinderdorfmutter Lupita aufgenommen. Sie kannte sich mit Jungen aus – schließlich betreute die erfahrene SOS-Kinderdorfmutter bereits fünf Geschwister sowie den kleinen Jesus und stand kurz vor ihrer Rente. Die Aufgaben waren verteilt, jeder wusste, was er zu tun hatte und was der andere mag und was ihn störte. Doch der Zuwachs brachte viel Bewegung in die Familie - nicht immer nur zum Guten. „Besonders der jüngste, der kleine Jesus, sah in Judad auf einmal einen Konkurrenten und fing heftig an, zu eifern“, erinnert sich Lupita. Aber auch Judad, Julio und Giovani hatten anfangs Schwierigkeiten mit den anderen Jungs. Lupita: „Ich musste mit viel Zeit, vielen Gesprächen und viel Geduld eine neue Basis für die drei Geschwister schaffen. Dabei galt es, die richtige Dosis an Aufmerksamkeit und Zuwendung zu finden, um alle neun Kinder gerecht zu behandeln“.

SOS-Kinderdorf


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Karl-Heinz Gries  •    •  Bremen